Der dritte Porztbericht

Weihnachten, ein Hai-lieger Tag… Ich kaufte mir also einen kleinen Hai, der gerade neben mir auf dem Boden liegt. Den Hai zu betäuben, damit er auch wirklich still bleibt und nicht etwa an mir rumknabbert, war keineswegs einfach. Maestro Soumas weigerte sich, mir zu helfen, weil ich seiner Meinung nach nicht buchstabieren kann. Den Zusammenhang zwischen meinem Hai und seiner Bemerkung habe ich bis heute nicht verstanden.

Jedenfalls musste ich alleine dran – ran an den Hai, den man in einem Glaskasten voll Wasser bei mir abgeliefert hat. Die Zusteller bezeichneten den Kasten mit einem mir nicht bekannten Wort, so etwas wie Aqbarium, sahen auch beide wie Araber aus. Zum Glück ist niemand explodiert. Den Hai einzuschläfern, wollten die zwei mir auch nicht helfen. Dafür gab’s dann auch kein Trinkgeld – so was lasse ich nicht einfach auf mir sitzen!

Ich nahm die Spritze mit dem Haibetäubungsmittel aus dem Kasten; schwer war sie, ach war sie schwer… Und der Wirkstoff hatte eine zart-violette Farbe. Um den Hai abzulenken, warf ich Multivitamintabletten ins Wasser. Die sprudelten stark und, während der Hai dadurch verwirrt war, injizierte ich geschwind. Kriegte dabei auch nur einen Kratzer ab.

Nun liegen wir still und versonnen nebeneinander auf dem Boden. Weihnachten ist wirklich zu einem Hai-lieger Tag geworden.

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