Der Träger

Ich laufe barfuß
über Splitter von Träumen
meine Schritte sind Blut
das Wege beschreibt
mein Blut – ein Sehnen
das Wege beschreitet
unter den Sohlen treten die Bilder-
folgen und die Musiksequenzen
wie die Wendungen, die man uns mitgab
aus. Ich laufe über Fragmente.

Es ist als hätten wir das Feste nur
geborgt, für eine Dauer
in der wir damit alles treiben
können – so niederschmetternd alles
das Werkzeug für jeden erdenklichen Eingriff
der Behälter für jegliches, das im Fluss ist
der Finanzplan, für jede Zukunft geeignet
und – ab ins Vergnügen
probiert euch mal aus.

Aber was?, fragen wir, was
könnten wir wünschen wollen?
Was ist der Stoff für die Wünsche?
Wir meinen natürlich den
in dem sie dann aufgehn
weil: im Keim erstickte
und nie aufgegangene wollen wir nicht.
Und so bleibt man beim großen Haufen
gesplittert-zertrümmerter Träume.

Bald tret ich über in das Ungetraute
wo noch so wenig Scherben liegen
die Wunden an den Füßen heilen dann
ich trage in den Händen einen Traum.