Die ominöse Forschungsreise

Die Japaner standen bei mir schon immer unter dem Verdacht, einen großen Beitrag zur Wissenschafts­geschichte leisten zu wollen. Sie warteten nur auf den richtigen Augenblick. Jetzt ist es soweit. Wie Nachrichtenagenturen vermelden, haben sich jüngst zwei mit in allen exakten Wissenschaften ausgebildeten Walfängern angefüllte Schiffe zu einer drei Monate währenden Forschungsreise in die Antarktis aufgemacht. Was untersucht werden soll, ist noch nicht klar oder streng geheim und wird sich vermutlich erst im Verlauf der Reise herausstellen, spätestens aber nach der Rückkehr der Crew an einem Wandel des japanischen Markts ablesen lassen. Wir Europäer haben unsere Vorurteile immer schnell zur Hand und schon wird das Gerücht breit, Wissenschaft sei hier nur ein Vorwand, um Walfang zu betreiben. Nur weil bei uns so oft Wirtschaft und Wissenschaft vermengt werden, muss das ja nicht bei allen Völkern auf Erden sein und eine solche Haltung, die an Polemik grenzt, ist jedenfalls der Wissenschaft in höchstem Maße unwürdig. Wir bei hirn-und-weg aber sind gespannt auf die hoffentlich bahnbrechenden Ergebnisse der ominösen Forschungsreise unserer Kollegen aus dem Reich der aufgehenden Sonne und wünschen ihnen bei ihren Auswertungen viel Erfolg.

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