Hilfe, mein Kind macht Kunst!

Was das wirklich bedeutet und was man dagegen tun kann.

Einer neuen Studie zufolge machen Kinder, die sich von ihrer Umwelt nicht verstanden fühlen, häufiger Kunst. „Wenn die Hammel zum x-ten Mal über Merkels Handy reden, greife ich halt zum Malkasten und male was“, so ein Gymnasiast, der lieber anonym bleiben möchte.
Was sich zunächst wie ein lobenswertes Verhalten anhört, ist in Wirklichkeit der krudeste Realitätsverlust: „Die Flucht ins Imaginative, wie wir sie von der Kunst her kennen, geht einher mit anderem verdächtigen Verhalten, wie dem Konsum von Drogen oder politischen Protesten“, sagt Prof. Schlawinski und entfernt behutsam verfestigtes Sekret aus seiner Nase.
„Man nennt das Popel“, fügt er erklärend hinzu.
„Manche Kinder kennen in ihrem Egozentrismus keine Grenzen“, so Erzieherin Lisa Gehein, „und bilden sich in ihrer Einbildung eine rein eingebildete Welt ein. Deswegen ist es wichtig, ihnen so früh wie möglich das Bewusstsein dafür einzuprägen, dass alle gleich sind und das auch gut ist.“ Auf die Frage, nach den Folgen kindlichen Ungleichheitsdenkens antwortet sie mit Nachdruck: „Die drängeln sich dann vor. Da weint schon mal ein anderes Kind.“
Auch die Kirche unterstützt die Reaktion der öffentlichkeitswirksamen Öffentlichkeit auf diese Studie: „Die wichtigste Errungenschaft unserer Religion besteht darin, dass sie jedem Glied, Mitglied und Überglied der kirchlichen Gemeinschaft das Gefühl der Demut einimpft und zwar ganz gleich, was kommt“, sagt der Bezirkspfarrer Ruhinfreuden von Obereinsturzach, „Das halte ich persönlich und in Gott für aufbauend.“
Schließlich bestätigen selbst renommierte Psychologen mit empirischen Untersuchungen das Volksaufbegehren: „Es kann für eine empirische Tatsache gehalten werden, dass Menschen das Bedürfnis haben, dass Andere denken, wie sie.“, so ein Mann mit Doktortitel’auf der Straße.
Bisher ist gegen das Übel zwar kein Kraut gewachsen, aber Frau Anna von Kratzstein, Vorsitzende des Zentrums für ganzheitliches Denken, bietet ein Angebot zur Senkung des Risikos bei Gefährdeten: „Bei uns kann jeder in entspannter Atmosphäre seinen Körper neu entdecken, in Gruppengesprächen sich sozial reintegrieren, kostenlos Umarmungen austauschen, in Debatten seine Meinung präsentieren und beim Sommerfest Bratwürstchen wenden. Man fühlt sich wohl bei uns. Unser Rezept: Wir beurteilen nicht.“

Mein Dank für das Abgelichtete gebührt dem Künstler, dem ich in der Überraschung begegnet bin und der vom Leben schwer gezeichnet war. Ohne sein Peace-Einhorn würde ich heute nicht so denken, wie ich denke.